Wo können sich Privatpersonen und Unternehmen engagieren?

Engagement in der Corona-Krise

Möglichkeiten der Hilfe

Gegenseitige Hilfe und Beistand brauchen wir, um gut durch die gegenwärtige Situation zu kommen. Es gilt jedoch direkte persönliche Kontakte zu vermeiden, da die Ansteckungsgefahr zu groß ist. Wie lässt sich beides miteinander vereinbaren?

Das Freiwilligenzentrum hat ein paar Möglichkeiten zusammengetragen, wie sich Menschen zurzeit ehrenamtlich betätigen können und worauf sie dabei achten sollten:

 Das  DRK bietet gemeinsam mit dem Stadtmarketing unter www.team-brandenburg-havel.de oder unter der Tel.-Nr. 033 81 - 630 660 die Möglichkeit sich als Helfer zu registrieren z. B. um für ältere Menschen einkaufen zu gehen.

Sie können auch im eigenen Haus mit einem Aushang Ihre Hilfe anbieten. Eine Vorlage dazu gibt es z. B. auf www.wbg-brandenburg.de oder auf www.wobra.de.

Was muss ich beachten, wenn ich helfen will?

Wichtig ist dabei auf den eigenen Schutz und den anderer Menschen zu achten. Kontaktvermeidung gilt bei der Hilfe für andere Menschen in Zeiten der Corona-Krise als oberstes Gebot. Es gilt also, nach Wegen zu suchen, die Menschen in ihren Wohnungen zu erreichen, ohne persönlich dort zu sein. Vom Angebot der Kinderbetreuung ist, gerade was Gruppenbildung angeht, abzusehen.

Menschen, die Einkaufsdienste o. ä. anbieten wollen, sollten sich zunächst fragen:

  • Waren Sie in den letzten Wochen dienstlich oder privat in einem der Risikogebiete?
  • Hatten Sie persönlichen Kontakt zu einer infizierten Person oder Personen, die derzeit aus Vorsichtsmaßnahmen eine Quarantäne verordnet bekommen haben?
  • Gehören Sie möglichweise selbst einer Risikogruppe an, z.B. weil Sie eine Vorerkrankung haben? 
  • Haben Sie derzeit irgendwelche Krankheitssymptome? (Falls Sie Krankheitssymptome haben, sehen Sie bitte davon ab, Ihre Hilfe für die Risikogruppen anzubieten – auch dann, wenn die Symptome nicht typisch für das Corona-Virus sind.)

Wenn Sie all diese Fragen mit „Nein“ beantwortet haben, steht Ihrem Einsatz nichts mehr im Wege. Oberstes Gebot bei allem ist es die Hygiene-Regeln einzuhalten (Händewaschen, Hust- und Nies-Etikette, Abstand halten).

Bei Einkaufsdiensten ist es empfehlenswert jeweils nur einen Haushalt übernehmen, um Multiplikationseffekte zu vermeiden. Die Freiwilligenagentur Halle hat unter www.engagiert-in-halle.de/corona eine Checkliste für Helfer zusammengestellt, die aufführt, worauf beim Einkaufsdienst noch zu achten ist.

Versicherungsschutz

Menschen, die sich als Corona-Helfer in rechtlich-unselbstständigen Strukturen (d. h. nicht als e. V.) engagieren, sind über die Ehrenamts-Versicherung des Landes Brandenburg hinsichtlich Haftpflicht- und Unfallversicherung abgesichert.

Wie kann ich sonst noch helfen?

Auch darüber hinaus gibt es Möglichkeiten anderen Menschen zu helfen. Sie können regelmäßig mit Menschen aus ihrem Umfeld, die zur Risikogruppe gehören oder allein sind, telefonieren, chatten oder schreiben.

Schreib mal wieder...Postkarten während der Corona-Krise

Für viele Menschen, die im Senioren- oder Pflegeheim leben, ist der Besuch der Angehörigen eine willkommene Abwechslung und Höhepunkt des Alltags. Durch die Auswirkungen der Corona-Krise und die Maßnahmen zur Verlangsamung der Pandemie, dürfen Verwandte und Freund*innen derzeit nicht mehr oder nur noch in Ausnahmefällen in den Einrichtungen vorbeischauen. Auch Aktivitäten außerhalb, wie beispielsweise Spaziergänge im Freien, sind derzeit nicht ganz unproblematisch. Der Aktionsradius der Bewohner*innen ist derzeit eingeschränkt und ohne den ersehnten Besuch droht Einsamkeit.


Das möchten wir ändern! Wir sind der Überzeugung, dass es eine Möglichkeit gibt, den Alltag in den Einrichtungen aufzuhellen und das Gefühl von Einsamkeit zu verhindern. Nutzen wir die Zeit zu Hause und schreiben mal wieder eine Postkarte oder einen Brief. Durch ein paar aufmerksame Zeilen, vielleicht sogar ein gemaltes Bild, eine Zeichnung oder ein Gedicht, können Sie einem Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

So funktioniert es:
1. Melden Sie sich im Freiwilligenzentrum. Wir werden Ihnen den Kontakt einer Wohngruppe weiterleiten, die sich über Ihre Post freut.

2. Wir werden uns so schnell es geht bei Ihnen melden, doch während Sie auf die Kontaktdaten warten, können Sie schon kreativ werden. Schreiben Sie einen Brief, dem Sie, wenn Sie mögen, noch etwas hinzufügen können - beispielsweise etwas selbstgemaltes. Auch eine Postkarte können Sie senden. Sie haben keine zu Hause? Das ist kein Problem, mit ein bisschen Kreativität lassen sich aus Fotos oder einem Stück Karton ganz wunderbar selbst Postkarten basteln.

3. Nun geht es an den Inhalt! Es können persönliche Gedanken, Schilderungen des Alltags in dieser besonderen Zeit oder nette Wünsche sein. Auch durch ein Gedicht, ein selbstgemaltes Bild, eine Zeichnung oder vielleicht sogar ein Foto können Sie die Bewohner*innen mit nach draußen nehmen, ihnen künstlerisch Eindrücke vermitteln und zeigen, dass gerade in diesen Tagen jemand an sie denkt. Außerdem steht bald das Osterfest vor der Tür, das dieses Jahr leider ganz anders ausfallen wird. Wie wäre es mit einer schönen Osterkarte? Ein tolles Beispiel dafür finden Sie hier.

4. Sie haben Ihre Post fertig? Perfekt! Dann geht es nun an das Adressieren. Wenn Sie möchten, können Sie auch Ihre eigene Adresse angeben und mit ein bisschen Glück erhalten Sie vielleicht bald Post zurück. Ganz wichtig: Ihre Angaben werden ausschließlich für diese Aktion verwendet. Wir möchten Sie auch darauf hinweisen, dass in den Heimen auch Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen leben und die Zeit des Personals knapp sein kann, wenn es um das Zurückschreiben geht. Seien Sie somit bitte nicht traurig, wenn keine Antwort kommt – Sie haben auf jeden Fall Freude geschenkt!

5. Und ab zum nächsten Briefkasten! Sie haben keine Briefmarke zur Hand? Da wir Sie in diesen Tagen dazu ermuntern möchten, zu Hause zu bleiben und möglichst wenig Kontakt zu haben, können Sie auch eine Briefmarke online ausdrucken. Dies geht ganz einfach hier. Sie haben keinen Drucker? Dann könnte die Handymarke eine geeignete Alternative für Sie sein.

Sie haben Lust mitzumachen oder noch Fragen und Anregungen? Dann können Sie uns eine E-Mail schreiben an: fwz-brandenburg(at)caritas-brandenburg.de.

Wir freuen uns auf Ihr Engagement. Bleiben Sie gesund!

Einsatzstellen

Ehrenamtliches Engagement in Brandenburg an der Havel ist vielfältig. Sie können sich in den Bereichen Soziales, Kultur, Natur, Sport, Politik, Bildung, Katastrophenschutz und Rettungswesen engagieren. In der untenstehenden Datenbank können Sie nach aktuellen Einsatzstellen für Ehrenamtliche suchen.

Weitere Informationen zur jeweiligen Einsatzstelle erhalten Sie beim Freiwilligenzentrum Tel. (03381) 20 99 334 oder per E-Mail: fwz-brandenburg(at)caritas-brandenburg.de

Engagement-Marktplatz

in blau und grün mit Zusatz "Gewinn für Alle!"

Der Engagement-Marktplatz fördert Unternehmer-Engagement jenseits der klassischen Geldspende. Auf dem Marktplatz treffen sich engagierte Unternehmen mit gemeinnützigen Einrichtungen, Vereinen und Initiativen und vereinbaren Kooperationsprojekte - verhandelt werden darf alles außer Geld.

Internet: www.marktplatz-stadt-brandenburg.de